Land haftet für Lehrer bei Rechtsverletzungen

Die Schulhomepage soll schnell noch vor dem nächsten Tag der offenen Tür mit Bildmaterial verschönert werden – an deutschen Schulen durchaus keine seltene Erscheinungsform. Häufig wird für diese Aufgabe ein Lehrer aus dem Kollegium abgestellt, um die entsprechenden Änderungen an der Webseite vorzunehmen. Aber was passiert, wenn der Lehrer auf der Schulhomepage urheberrechtlich geschützte Lichtbilder verwendet, ohne hierfür im Besitz einer entsprechenden Lizenz zu sein?

Aus unserer Dokumentationspraxis wissen wir, dass es auch staatliche Institutionen wie beispielsweise Universitäten mitunter bei der lizenzkonformen Verwendung von Lichtbildern nicht so genau nehmen.

 

Bundesland haftet für Rechtsverletzung auf Schulhomepage

Das LG Frankfurt / Main hat nun in einer interessanten Entscheidung (Ar. 2-06 O 175/16, Urteil vom 26.10.2016) klargestellt, dass das jeweilige Bundesland haftet, wenn ein Lehrer einer Schule urheberrechtsverletzendes Bildmaterial auf der Schulhomepage online stellt.

Die Richter haben diesbezüglich entschieden, dass das entsprechende Verhalten des Lehrers der Amtshaftung unterfällt.

Florian Skupin ist Geschäftsführer der pixdetect UG.
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